Eine spannende,
wenn auch mühselige
Aufgabe, die mich quer durch Oberbayern in viele Pfarreien, Klöster
und Schulen führte.
Das ständige Unterwegssein vor Augen ließ mich deshalb
zum Ausgleich nach einer „freiwilligen“ Gemeindeanbindung
suchen. Ich fand Sie bei Ihnen, mittlerweile sage ich „bei
uns“ in Wolfratshausen. Über meinen Weihekurskollegen
und Freund Peter Demmelmair hatte ich aus dessen Kaplanszeit Kontakt
zum damaligen Stadtpfarrer Ulrich Wimmer. Er vermittelte mir zum
1.2.1993 die Dienstwohnung am Moosbauerweg und bat mich um Mithilfe
bei den Sonntagsmessen mit Schwerpunkt in der Nantweiner Kirche.
Mittlerweile darf ich dort im 13. Jahr mit einer geistlich wachen
und sangesfreudigen Gemeinschaft die Eucharistie feiern. Nicht nur
die Osternachtsfeiern waren für mich Höhepunkte; Sonntag
für Sonntag durfte ich erfahren, wie wir uns im Glauben gegenseitig
aufbauen und bestärken im Blick auf den Herrn Jesus Christus.
So wurde Nantwein für mich zum Ort, wo ich selber oft Kraft
geschöpft und Mut gewonnen habe für meine weit verzweigten
Aufgaben.
Meine Eltern aus München-Fürstenried haben bis zur fortschreitenden
Erkrankung meiner Mutter mein erstes Nantweiner Kirchenjahr mitgefeiert.
Meine Nichte wurde hier getauft. Und mein Vater gehört bis zur
Stunde zur treuen 10- Uhr- Gemeinde.
Genauso herzlich aber weiß ich mich auch den Pfarrkirchlern,
den Filialen Gelting und Dorfen, sowie unserer Krankenhauskirche
verbunden. In Zeiten personellen Wechsels im Seelsorgeteam wurde
ich dann streckenweise auch mehrmals zum „Drittel“-Kaplan,
v.a. in der Vorbereitung von Kinder- und Familiengottesdiensten und
der Sorge um die Ministranten/innen.
Doch war und ist es neben dem Ausüben bestimmter seelsorglicher
Funktionen vor allem das Mitleben-Dürfen in der Pfarrei, das
mich mit großer Dankbarkeit erfüllt: Ich war nicht nur
als Priester hier, sondern durfte auch einer „mit Euch und
unter Euch“ sein: bei pfarrlichen Festen und Brauchtumsveranstaltungen,
als gelegentliche Bass-Verstärkung im Kirchenchor oder in manchen
Berg- und Tal-Freizeiten mit den flügge gewordenen „Oldies“ der
Pfarrjugend.
Auch im kroatisch gewordenen Pfarrhaus hieß mich P. Nediljko Šabić willkommen.